Patientenfall (frühes RCC) – Patient mit intermediär-hohem Rezidivrisiko
Diese fiktive Patientenkasuistik dient als Beispiel und kann bei jedem Patienten individuell abweichen. Bitte lesen Sie vor Verordnung von KEYTRUDA® die Fachinformation.
Abbildung zeigt ein Beispiel und nicht den eigentlichen Patienten.
Abkürzungen
ASS
Acetylsalicylsäure
B-Symptomatik
Symptomtrias aus Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust
LAD
Lymphadenektomie
M0
Ohne Fernmetastasen
pN1
Perineurale Invasion vorhanden
pT1
Einwachsen (Infiltration) unter die Schleimhaut (subepitheliales Bindegewebe)
R0
Vollständige Entfernung des Tumors bis ins gesunde Gewebe
Z.n.
Zustand nach
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Abb. 1: CT-Aufnahmen des Abdomens zeigen im Verlauf eine 2 cm große Raumforderung im Bereich der linken Niere im Januar 2021 und im Juni 2022.
Die aktuelle S3-Leitlinie empfiehlt zur weiteren Abklärung eine Biopsie der Raumforderung, wenn dies die Therapiewahl beeinflussen könnte (konsensbasierte Empfehlung).1
Die Raumforderung ist schwer zu erreichen. Es könnte sich um ein primäres Nierenzellkarzinom handeln.
Differenzialdiagnose: Metastase der beiden bekannten Tumorerkrankungen. Es bestand ein erhöhtes Risiko des Nierenverlustes bei primärer Operation (Nierenfunktionsverlust). Eine Biopsie ist empfohlen, wenn dies die Therapieauswahl beeinflussen könnte.1 Bei Metastase des Melanoms sind zudem weitere Metastasen wahrscheinlich (nur noch nicht erkennbar). Es sollte eine primär medikamentöse Therapie folgen.
4.3 | Konsensbasierte Empfehlung | geprüft 2022 |
---|---|---|
EK | Die Biopsie einer unklaren Raumforderung der Niere sollte nur erfolgen, wenn dies die Therapiewahl beeinflussen könnte. | |
Konsens |
Tab. 1: Auszug der S3-Leitlinien-Empfehlung zu Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms (Langversion 5.0, 2024). Grafik modifiziert von MSD nach 1.1
Laut S3-Leitlinie wird bei lokal begrenzten Tumoren in der klinischen Kategorie T1 eine organerhaltende Operation empfohlen.1
Ohne Nachweis von weiteren Metastasen soll eine Operation mit kurativer Intention angeboten werden. Der Organerhalt sollte angestrebt werden.1 Inwieweit ein Organerhalt möglich ist, muss intraoperativ festgestellt werden.
6.2 | Evidenzbasierte Empfehlung | geprüft 2021 |
---|---|---|
Empfehlungsgrad A | Lokal begrenzte Tumoren in der klinischen Kategorie T1 sollen nierenerhaltend operiert werden. | |
Level of Evidence 3 | ||
Starker Konsens |
Tab. 2: Auszug der S3-Leitlinien-Empfehlung zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms (Langversion 5.0, 2024). Grafik modifiziert von MSD nach 1.1
Abkürzungen
CT
Computertomographie
PET
Positronen-Emissions-Tomographie
Referenzen
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Abb. 2: Bilder der roboter-assistierten Nierenteilresektion mit intraoperativem Ultraschall zur Tumordetektion im August 2022.
Tumorenukleation. Makroskopisch R0.
Laut S3-Leitlinie wird empfohlen, eine adjuvante Therapie mit Pembrolizumab anzubieten (es liegen noch keine validen Gesamtüberlebensdaten vor).1
Nach dem Operationsbericht wurde der Tumor makroskopisch im Gesunden entfernt (R0). Nach Leitlinie sollte zudem eine adjuvante Therapie mit Pembrolizumab angeboten werden, was im Tumorboard kritisch diskutiert wird.1
Der Patient hatte bereits 2 Tumorerkrankungen überstanden, sein Allgemeinzustand war dabei leicht reduziert. Er litt unter einer chronischen Bronchitis.
Nach Auskunft des Pathologen zeigte sich lediglich eine minimale Infiltration des Sinus-Fettgewebes, somit aber pT3a. Im Raum stand, ob eine adjuvante Therapie wirklich notwendig wäre.
Zudem bestand keine Indikation zur stereotaktischen Bestrahlung.1
Argumente der Befürworter einer adjuvanten Therapie waren:
Argumente der Kritiker einer adjuvanten Therapie waren:
9.4 | Evidenzbasierte Empfehlung | neu 2022 |
---|---|---|
Empfehlungsgrad A | Eine postoperative Strahlentherapie soll nicht durchgeführt werden. | |
Level of Evidence 1++ | ||
Starker Konsens |
Tab. 3: Auszug der S3-Leitlinien-Empfehlung zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms (Langversion 5.0, 2024). Grafik modifiziert von MSD nach 1.1
9.6 | Evidenzbasierte Empfehlung | modifiziert 2022 |
---|---|---|
Empfehlungsgrad B | Eine adjuvante Immuntherapie mit dem Checkpointinhibitor Pembrolizumab sollte bei Patienten mit klarzelligem Nierenzellkarzinom mit intermediär-hohem und hohem Risiko, wie in der Studie definiert, durchgeführt werden. Es liegen noch keine validen Gesamtüberlebensdaten vor. | |
Level of Evidence 1- | ||
Starker Konsens |
Tab. 4: Auszug der S3-Leitlinien-Empfehlung zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms (Langversion 5.0, 2024). Grafik modifiziert von MSD nach 1.1
Patienten mit einer erneuten Tumorerkrankung und intermediär-hohem Rezidivrisiko profitieren, unabhängig von der Tumordifferenzierung, mit einer 32 %-igen Risikoreduktion für ein Rezidiv oder Tod (HR = 0,68; 95 %-KI: 0,53 – 0,87; p = 0,002) von der Gabe von Pembrolizumab. Die Nebenwirkungen müssen engmaschig kontrolliert werden.
In der Interimsanalyse 3 zur Studie KEYNOTE-564 wurden außerdem signifikante Gesamtüberlebensdaten (sekundärer Endpunkt) mit einer Risikoreduktion in der ITT-Population von 38 % (HR = 0,62; 95 %-KI: 0,44 – 0,87) gegenüber Placebo gezeigt. Für die Subgruppe der intermediate-high-risk Patienten wurde eine Risikoreduktion von 41 % (HR = 0,59; 95 %-KI: 0,40 – 0,87) gegenüber Placebo gezeigt.1
Weitere Informationen dazu finden Sie im Reiter „Studiendaten".
Abkürzungen
cM0
Keine Fernmetastasen nachweisbar
G2
Grading (mäßig differenziert)
pT3a
Hinauswachsen über die Muskelschicht hinaus, Unterklassifikation pT3a-b
pNX
Regionäre Lymphknoten können nicht beurteilt werden (zur Untersuchung nicht entnommen oder bereits früher entfernt)
R Status
Residualtumor Klassifikation
R0
Vollständige Entfernung des Tumors bis ins gesunde Gewebe
Referenzen
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Abb. 3: CT-Aufnahmen von Mai 2023 (9 Monate post-OP) mit erkennbaren Metastasen.
Bei nun metastasiertem Nierenzellkarzinom und interdisziplinärer Vorstellung wurde konkludiert, dass eine Resektion aller Metastasen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit einer R0 Resektion möglich ist. Deshalb folgte eine Empfehlung zur systemischen Therapie.
Vor Festlegung der Therapie sollte eine Bestimmung der Risikogruppe nach IMDC bei unauffälligen Laborparametern stattfinden.
Geplant waren Laborkontrollen zu Beginn alle 3 Wochen mit Beurteilung der Verträglichkeit sowie eine Bildgebung alle 3 Monate.
IMDC-Kriterien |
---|
Performance Status < 80 % |
Intervall von Diagnose bis zur Systemtherapie < 1 Jahr |
Hämoglobin unterhalb des Normwertes |
Hyperkalziämie |
Neutrophile oberhalb des Normwertes |
Thrombozyte oberhalb des Normwertes |
Tab. 5: Prognosekriterien zur Bestimmung der Risikogruppe aus der S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms (Langversion 5.0, 2024). Grafik modifiziert von MSD nach 1.1
8.7 | Evidenzbasiertes Statement | geprüft 2022 |
---|---|---|
Level of Evidence 3 | Der Stellenwert der lokalen Therapie bei synchroner oder metachroner Metastasierung in mehreren Organsystemen ist unklar. | |
Konsens |
Tab. 6: Statement der S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms (Langversion 5.0, 2024). Grafik modifiziert von MSD nach 1.1
Der Patient war in der intermediären Risikogruppe nach IMDC (Intervall von Diagnose bis zur Systemtherapie < 1 Jahr).
Abkürzungen
CT
Computertomographie
IMDC
Score zur Prognose des metastasierten Nierenzellkarzinoms
OP
Operation
R0 Resektion
Vollständige Entfernung des Tumors bis ins gesunde Gewebe
Referenzen
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Alle wichtigen Informationen zur Studie KEYNOTE-564 finden Sie hier.
Die zulassungsrelevante Phase-III-Studie KEYNOTE-564 ist eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Studie.3 Die Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von KEYTRUDA® als adjuvante Behandlung bei Patienten mit klarzelligem RCC mit erhöhtem Rezidivrisiko nach Nephrektomie oder nach Nephrektomie und Resektion metastasierter Läsionen.3
Statistisch signifikante Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens unter KEYTRUDA® im Vergleich zu Placebo.
Die zulassungsrelevante Analyse der Studie KEYNOTE-564 erfolgte nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 24,1 Monaten (von Randomisierung bis zum Datenschnitt am 14.12.2020, Spanne: 2,5 – 41,5 Monate). In der ITT-Population£ zeigte sich ein DFS-Vorteil unter KEYTRUDA® gegenüber Placebo durch:4
Zum Zeitpunkt der zulassungsrelevanten Analyse nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 24,1 Monaten (von Randomisierung bis zum Datenschnitt am 14.12.2020, Spanne: 2,5 – 41,5 Monate) war das Gesamtüberleben (OS) mit 18 Todesfällen unter den 496 Patienten unter KEYTRUDA® vs. 33 Todesfällen unter den 498 Patienten unter Placebo noch nicht aussagekräftig.4
Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 57,2 Monaten (Spanne: 47,9 – 74,5 Monate; Datenschnitt: 15.09.2023) zeigte sich eine signifikante 38%-ige Reduktion des Sterberisikos (HR = 0,62; 95 %-KI: 0,44 – 0,87; p = 0,002) in der ITT-Population unter KEYTRUDA® gegenüber Placebo.5
Abb. 4: Kaplan-Meier-Kurven zum Gesamtüberleben der ITT-Population unter KEYTRUDA® vs. Placebo in der Studie KEYNOTE-564 für die Analyse nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 57,2 Monaten (Spanne: 47,9 – 74,5 Monate; Datenschnitt: 15.09.2023). Grafik modifiziert von MSD nach Daten von Choueiri TK et al., 2024.5
Weiterhin wurde in einer OS-Analyse nach den Subgruppen, bei Patienten im Stadium M0 mit intermediär-hohem Rezidivrisiko nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 57,2 Monaten (Spanne: 47,9 – 74,5 Monate; Datenschnitt: 15.09.2023) eine Reduktion des Sterberisikos mit einer HR von 0,59 (95 %-KI: 0,40 – 0,87) beobachtet.5
Abb. 5: Kaplan-Meier-Kurven zum Gesamtüberleben der Subgruppe im Stadium M0 und intermediär-hohem Rezidivrisiko unter KEYTRUDA® vs. Placebo in der Studie KEYNOTE-564 für die Analyse nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 57,2 Monaten (Spanne: 47,9 – 74,5 Monate; Datenschnitt: 15.09.2023). Grafik modifiziert von MSD nach Daten von Choueiri TK et al., 2024.5
In der Studie KEYNOTE-564 traten keine neuen Sicherheitssignale auf. Die Sicherheitssignale entsprachen dem bekannten Sicherheitsprofil von KEYTRUDA® und den vorherigen Analysen.4 Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 57,2 Monaten (Spanne: 47,9 – 74,5 Monate; Datenschnitt: 15.09.2023) wurden unerwünschte Ereignisse (UE) und Nebenwirkungen mit folgender Häufigkeit in der As-treated-Population± (n = 984) beobachtet:5
Abb. 6: Studiendesign der Phase-III-Studie KEYNOTE-564. Grafik modifiziert von MSD nach Daten der Fachinformation.3 NED = ohne Zeichen einer Erkrankung (no evidence of disease).
Die 994 Patienten mit RCC mit einer Klarzell-Komponente erhielten randomisiert (1:1) entweder KEYTRUDA® 200 mg alle 3 Wochen (n = 496) oder Placebo (n = 498) bis zu einem Zeitraum von einem Jahr oder bis zum Auftreten eines Rezidivs oder unzumutbarer Toxizität.3
Die Randomisierung wurde nach Status der Metastasierung (M0; M1NED) und innerhalb der M0-Gruppe weiter nach ECOG-Performance-Status (0;1) und geografischer Region (USA; Nicht-USA) stratifiziert. Ausgehend vom Zeitpunkt der Randomisierung wurden die Patienten in den ersten zwei Jahren alle 12 Wochen, im dritten bis fünften Jahr alle 16 Wochen und im Anschluss daran jährlich alle 24 Wochen einem bildgebenden Verfahren unterzogen.3
Intermediär-hohes Rezidivrisiko | Hohes Rezidivrisiko | M1-NED |
---|---|---|
pT2 mit Grad 4 oder sarkomatoiden Merkmalen,
N0, M0 |
pT4, alle Grade,
N0, M0 |
M1
No Evidence of Disease (ohne Anzeichen einer Erkrankung) |
pT3, alle Grade,
N0, M0 |
jedes pT, alle Grade,
N1, M0 |
Tab. 7: Einteilung der Risikokategorien der Patienten mit RCC mit erhöhtem Rezidivrisiko zu Beginn der Phase-III-Studie KEYNOTE-564. Tabelle erstellt von MSD nach Daten der Fachinformation KEYTRUDA®.3
KEYTRUDA® (n = 496) |
Placebo (n = 498) |
|
---|---|---|
Alter | ||
medianes Alter, Jahre | 60 (27 – 81) | 60 (25 – 84) |
≥ 65 Jahre, n (%) | 158 (31,9) | 172 (34,5) |
männlich, n (%) | 347 (70,0) | 359 (72,1) |
ECOG-PS = 1, n (%) | 75 (15,1) | 72 (14,5) |
geographische Region, n (%) | ||
Nordamerika | 133 (26,8) | 125 (25,1) |
Europäische Union † | 188 (37,9) | 187 (37,6) |
Rest der Welt | 175 (35,3) | 186 (37,3) |
vollständige Nephrektomie, n (%) | 459 (92,5) | 460 (92,4) |
sarkomatoide Merkmale, n (%) | ||
vorhanden | 52 (10,5) | 59 (11,8) |
keine | 417 (84,1) | 415 (83,3) |
unbekannt | 27 (5,4) | 24 (4,8) |
Risikokategorie, n (%)# | ||
M0, intermediär-hohes bis hohes Risiko | 427 (86,1) | 433 (86,9) |
M0, hohes Risiko | 40 (8,1) | 36 (7,2) |
M1-NED | 29 (5,8) | 29 (5,8) |
PD-L1 CPS, n (%)$ | ||
< 1 | 124 (25,0) | 113 (22,7) |
≥ 1 | 365 (73,6) | 383 (76,9) |
Keine Daten | 7 (1,4) | 2 (0,4) |
Tab. 8: Tabelle wichtiger Patientencharakteristika zu Beginn der Phase-III-Studie KEYNOTE-564. Tabelle erstellt von MSD nach Daten von Choueiri TK et al. 2021.4
£
ITT-Population umfasst alle Patienten, die randomisiert wurden.
*
Basierend auf dem stratifizierten Cox-Proportional-Hazardmodell.
‡
2-seitiger p-Wert basierend auf dem stratifizierten Log-Rank-Test.
◊
Die p-Wert-Grenze für das OS in der IA3 lag bei 0,0144 (zweiseitig) nach der O’Brien-Fleming-Methode mit der Lan-DeMets Alpha-Spending-Funktion. Da dieser wichtige sekundäre Endpunkt formell erreicht wurde, werden alle zukünftigen OS-Analysen nur deskriptiv sein.
±
Die As-treated-Population umfasste alle Patienten, die mindestens eine Dosis KEYTRUDA® oder Placebo erhielten.
¶
Das krankheitsfreie Überleben (DFS) war definiert als die Zeit von Randomisierung bis zum ersten dokumentierten und vom Prüfarzt festgestellten Auftreten des ersten Rezidivs des Nierenzellkarzinoms (lokal oder Fernmetastasen) oder bis zum Tod aus jeglichem Grund, je nachdem, was als erstes auftrat.
†
Zur Zeit der Studie gehörte Großbritannien zur EU.
#
Einteilung der Risikokategorien siehe Tab. 7.; 5 Patienten in der M0 intermediär-hohen Risikogruppe hatten T2 (mit Grad ≤ 3), N0, M0 oder T1 (Nierentumor von nur ≤ 7 cm maximaler Größe), N0, M0. Dies waren Protokollverletzungen.
$
Der programmierte Zelltod-Ligand 1 (PD-L1) Combined Positive Score (CPS) ist definiert als Anteil der PD-L1-positiven Tumor- und Immunzellen (Lymphozyten und Makrophagen) im Verhältnis zu allen Tumorzellen, multipliziert mit 100.
Abkürzungen
CPS
Combined Positive Score
CT
Computertomographie
DFS
Krankheitsfreies Überleben (disease-free survival)
ECOG PS
Eastern Co-operative Oncology Group Performance Status
EORTC QLQ-C30
International verbreiteter Fragebogen zur Erfassung von krankheitsbezogenen Symptomen und Funktionen bei onkologischen Erkrankungen
FKSI-DRS
Functional Assessment of Cancer Therapy – Kidney Symptom Index
G0-4
Grading (Beschaffenheit des Krebsgewebes)
HR
Hazard Ratio
ITT
Intention to treat
KI
Konfidenzintervall
M0
Ohne Fernmetastasen
M1
Nachweis von Fernmetastasen an einem oder mehreren Orten
N0
Keine Lymphknotenmetastasen
N1
Metastasen in einem oder mehreren regionalen Lymphknoten
NED
Keine Anzeichen einer Erkrankung (No evidence of disease)
OS
Gesamtüberleben (overall survival)
PD-1
Programmiertes Zelltod-Protein 1 (Programmed cell death protein 1)
R0-Resektion
Vollständige Entfernung des Tumors bis ins gesunde Gewebe
RCC
Nierenzellkarzinom (renal cell carcinoma)
T1-4
Größe und Ausbreitung des Primärtumors
UE
Unerwünschte Ereignisse
Referenzen
Diese fiktive Patientenkasuistik dient als Beispiel und kann bei jedem Patienten individuell abweichen. Bitte lesen Sie vor Verordnung von KEYTRUDA® die Fachinformation.